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Pharmakogenetik - info für heilberufe

Pharmakogenetik - patientenindividuell therapieren
Information für Heilberufe

Die Pharmakogenetik befasst sich mit dem Einfluss genetischer Variabilität auf die Arzneimittelwirkung. Als
innovativer Teil der Pharmakologie gewinnt die noch am Anfang stehende Wissenschaft zunehmende
Bedeutung am Arzneimittelmarkt, während bereits heute schon viele Forschungsarbeiten mit brauchbaren
Ergebnissen für die Praxis zur Verfügung stehen. In der Onkologie und Psychiatrie sind diese Tests für eine
effizientere Therapie bereits bei einigen Ärzten anerkannt. Seit März 2008 ist die pharmakogenetische
Diagnostik auf ein HLA-Merkmal verpflichtende Voraussetzung für die Therapie mit Abacavir und mit
Sicherheit werden weitere prädiktive Tests in den nächsten Monaten Einzug in die Praxis erhalten. Ebenso
wie die prädiktive Diagnostik steht die indikationsbezogene Diagnostik bei Therapieproblemen als sinnvol e
Option für die Pharmakotherapie zur Verfügung.
Bei einem nennenswerten Teil der kaukasischen Bevölkerung liegen relevante Mutationen bzw.
Polymorphismen verschiedener Zielstrukturen von Arzneistoffen vor. Je nach betroffener Struktur und
polymorpher Ausprägung ergeben sich Unterschiede sowohl auf pharmakokinetischer wie auch -dynamischer
Ebene und bedingen dadurch eine patientenindividuel e Arzneimittelwirkung. Diese können sich je nach
vorliegender Variation in vermehrtem Auftreten von unerwünschten Wirkungen bis hin zu Therapieversagen
äußern.
Am Beispiel der CYP2D6

Eines der zur Zeit am Besten untersuchten Enzymsysteme stel t das in Phase-I der Biotransformation tätige
Cytochrom-Isoenzym 2D6 (CYP2D6) dar. Es verstoffwechselt etwa ein Viertel der am häufigsten verordneten
Arzneimittel. Man unterteilt hierbei vier Gruppen in Abhängigkeit der Enzymaktivität (siehe Abbildung 1 [aus
Kirchheiner, 2004]).
Abb. 1: Unterschiede der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurven bei CYP2D6-Polymorphismen aus Kirchheiner (2004), Habilitationsschrift: Arzneitherapieempfehlungen auf pharmakogenetischer Basis Abbildung 1 verdeutlicht die unterschiedlichen Plasmakonzentrationen eines Arzneistoffes auf Basis der genetischen Disposition. Es werden Charakteristika von vier Patienten mit unterschiedlichem CYP2D6-Phänotyp und schematisch der zugrunde liegende Genotyp gezeigt. Bei einem PM (poor metabolizer) kommt es aufgrund von zwei defizienten Al elen zu funktionslosen Enzymen und dadurch zu deutlich erhöhten Plasmakonzentrationen. Im Vergleich dazu steht bei einem IM (intermediate metabolizer) die Enzymaktivität funktionseingeschränkt zur Verfügung. Ein EM (extensive metabolizer) ist charakterisiert durch zwei intakte Al ele und besitzt dadurch eine („normale“) schnel e Enzymaktivität. Bei einem URM (ultra rapid metabolizer) liegen aufgrund von Genduplikationen vermehrt funktionsfähige Enzyme vor. Diese bedingen einen erhöhten Stoffwechsel und damit erniedrigte Plasmakonzentrationen, so dass es sogar zum Therapieversagen kommen kann. Eine identische Dosierung für al e 4 Patienten würde also zu sehr unterschiedlichen Konzentrations-Zeit-Kurven (gepunktete Linien) und damit zu sehr unterschiedlichen Wirkungen führen. Eine an den CYP2D6-Genotyp adaptierte Dosierung durch Änderung der Einzeldosis oder des
Dosierungsinterval s kann die Plasmakonzentrationen wieder in den therapeutischen Bereich bringen
(durchgezogene Linien).
Da es für viele Arzneimittel Standarddosierungen gibt, die einen Durchschnittswert für al e Phänotypen
darstel en, kann man zu Beginn einer Therapie nicht sagen, ob das gewählte Arzneimittel zu dem
gewünschten Therapieerfolg führt oder es durch genetische Varianten bei einem bestimmten Patienten zu
Therapieversagen oder unerwünschten Wirkungen kommt.
Gerade in Zeiten der Vergütung durch Fal pauschalen kann eine prädiktive genetische Analyse die Wahl des
passenden Arzneimittels in der individuel angepassten Dosierung erleichtern und dadurch die Einstel ung
von Patienten optimieren sowie eine effizientere Therapie ermöglichen.
Hohe Akzeptanz bei den Patienten

Die pharmakogenetische Analyse wird in der Bevölkerung im Gegensatz zur humangenetischen Analyse zur
Früherkennung von Krankheiten moralisch akzeptiert. Etwa 80% der Bevölkerung geben in einer Umfrage
an, der Pharmakogenetik offen gegenüber zu stehen. Die humangenetische Diagnostik wird dagegen
deutlich kritischer betrachtet und erhält nur von knapp 40% der Befragten Zustimmung.
Vor al em der direkte Nutzen einer pharmakogenetischen Analyse wird vom Patienten geschätzt. Besonders
bei Personen mit Dauermedikation oder bereits bestehenden Erfahrungen mit Nebenwirkungen steigt die
Akzeptanz nochmals um mehr als 10 Prozentpunkte auf über 90% (!!) an. Die Kosten der Analytik wurden in
der Umfrage nicht verbalisiert und stehen dem hohen Prozentsatz in der Praxis noch gegenüber, al erdings
äußern die Patienten in der Umfrage ihren Wunsch nach einer sicheren Arzneimitteltherapie, so dass man
Ihnen diese Option der Analytik nicht vorenthalten sol te.
Leistung des „Zentrum für Pharmakogenetik“
Zusammen mit meinen Partnern unterstütze ich die Integration der Pharmakogenetik in die ärztliche Praxis.
Vor al em die Interpretation und die adäquate Umsetzung der pharmakogenetischen Laborergebnisse in den
medizinischen Al tag sind bis heute Schwachstel en gewesen. Wir helfen Ihnen bei der Arbeit explizit durch
die Darlegung der aktuel sten wissenschaftlichen Studienlage und Vorschlägen für das weitere Vorgehen bei
der Pharmakotherapie.
Mit unserem enzyklopädischen Wissen und Ihrer Erfahrung im jeweiligen Fachbereich können wir
gemeinsam sinnvol e, individuel e Therapiealternativen erarbeiten. Zudem versuchen wir neben genetischen
Daten auch Interaktionen und weitere individuel e Faktoren in die Optimierung einfließen zu lassen. Dieser
Service geht bei weitem über den der meisten anderen Anbieter hinaus.
Eine Vorberatung, sowie Beratungen im Rahmen eines Laborauftrages über unseren Untersuchungsauftrag
sind grundsätzlich kostenfrei. Für Beratungen zu Fremdaufträgen behalten wir uns vor die Leistungen in
Rechnung zu stel en.
Unsere angebotenen Leistungen entnehmen Sie bitte dem Untersuchungsauftrag. Weitere Angebote sind
auf Anfrage möglich. Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur
Verfügung.
Apotheker stud. med. Sebastian Geitz Im Langen Hahn 21 58515 Lüdenscheid Tel. 0 23 51 – 92 94 54 Mobil 0177 – 50 789 75 [email protected] www.zentrum-fuer-pharmakogenetik.de

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Cause Mapping is a Root Cause Analysis method that captures basic cause-and-effect relationships supported with evidence. Cause Map Increased risk of heart attacks, stroke deathTwo thirds of diabetics die of heart problems; Masked test results increase risk of heart disease Problem Solving • Incident Investigation • Root Cause AnalysisDrug originally licensed with warning about ris

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